Gedanken lesen lernen heute Abend im Lab!
Es wird Mystisch!
Hi! Guten Morgen!
Heute habe ich eine, für mich, besondere Nachricht im Chat nach der Meditation bekommen. Es werden oft schöne, wertschätzende Dinge geschrieben – heute war etwas dabei, das mich sehr inspiriert hat… nämlich dazu diesen Artikel zu schreiben.

Manchmal haben wir das Gefühl, eine andere Person liest uns jeden Wunsch von den Augen ab. Plötzlich ist alles da – jemand kümmert sich wirklich, weiß, was wir denken, was wir fühlen, was wir brauchen.
Oft wird diese Fähigkeit guten Gastgeber*innen zugeschrieben, oder guten Partner*innen. Von Männern wird sie gerne erwartet: „Warum merkst du das denn nicht? Ist doch total klar, was ich brauche! Muss ich das jetzt noch extra formulieren?”
Heute morgen habe ich mich gefragt wie das kommt und ein bisschen recherchiert, wie ist das mit dem Gedankenlesen und was für Erwartungen stecken dahinter? Es ist kein Zufall, dass emotionales Spüren in unserer Kultur als „Frauensache” gilt. Die Forschung zeigt etwas Überraschendes: Jungen kommen zwar emotional expressiver auf die Welt als Mädchen – sie zeigen mehr Erregung, mehr Intensität, mehr Ausdruck (Harvard Medical School, Chaplin & Aldao 2013). Aber schon ab dem Kleinkindalter dreht sich das um. Mütter verwenden im Gespräch mit Töchtern ein breiteres und tieferes emotionales Vokabular – mit Söhnen fokussiert sich das Gespräch vor allem auf eine einzige Emotion: Wut (Fivush & Buckner 2000). Väter beginnen ab etwa 13 Monaten, ihre Kinder entlang von Geschlechterlinien zu sozialisieren. Der Psychologe Ronald Levant nennt das Ergebnis „normative male alexithymia” – wörtlich: ohne Worte für Gefühle. Eine milde Form von Gefühlsblindheit, die nicht angeboren ist, sondern antrainiert. Und das ist der entscheidende Punkt: Männer fühlen nicht weniger. Sie haben weniger Worte dafür und weniger Übung darin, es bei sich und anderen wahrzunehmen. Was verlernt wurde, kann wieder gelernt werden. Studien zeigen, dass Männer, wenn sie Training und Anreize bekommen, dieselben emotionalen Fähigkeiten entwickeln wie Frauen. Das ist keine Frage der Begabung – es ist eine Frage der Praxis.
Und… auch viele Frauen bleiben weit hinter ihren angeborenen Emotionalen Kapazitäten, nicht mit Absicht, sondern weil wir es als Menschheit verlernt haben wirklich einander und uns selber zu fühlen.
Ich glaube, diese Fähigkeit – Bedürfnisse zu bemerken, zu bezeugen, zu respektieren, manchmal sogar zu erfüllen – würde heute mit emotionale Care Arbeit benannt werden, wir könnten es aber glaube ich auch weniger technisch als “Präsenz” bezeichnen. Wenn wir wirklich im Jetzt sind, wenn wir uns einstimmen auf das, was gerade ist, können wir den Raum lesen, uns spüren, unser Gegenüber spüren, uns einfühlen. Das wirkt wie Gedankenlesen. Ist aber eigentlich „nur”: genau jetzt, genau hier sein und in freundlicher Wachheit mitbekommen, was gerade passiert.
Im Tao Te King heißt es: „Wer andere kennt, ist klug. Wer sich selbst kennt, ist weise.” (Laozi, Kapitel 33). Ich finde, da steckt beides drin – das Spüren nach innen und das Spüren nach außen, die BEwegung dazwischen und die verwischende Grenze, dass das was in uns ist schon alles an Weisheit ist was es gibt.
An meinen ersten Tagen im Timeless Wisdom Training habe ich oft gedacht: Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu. Irgendwie können die Coaches, Therapeutinnen und Thomas Dinge, die eigentlich nicht gehen – Gedankenlesen, oder einfach wissen, was in jemandem vorgeht. Ich habe mir das als Ingenieur natürlich als eine Art Head-Up-Display vorgestellt: zusätzliche Informationen eingeblendet, Körpertemperatur leicht erhöht, Herzschlag normal … So werden uns vielleicht irgendwann Roboter sehen – und mit irren KI-Systemen daraus schließen, wie sie mit uns umgehen sollen.

Aber das Team hatte keine Gadgets, keine KI. Nur den ältesten Supercomputer der Welt – den wir alle haben. Wir können lernen, uns zu spüren, bis in die tiefsten Winkel unserer Nerven. Wir können lernen, andere zu spüren. Wir können lernen, darüber zu kommunizieren – sanft in Kontakt zu bringen, was wir wahrnehmen. Und wir können hören lernen, ob das, was wir spüren, auch das ist, was die andere Person wahrnimmt.
Genau das zu lernen – „Gedankenlesen”, unsere eigenen Gedanken, die der anderen, feiner zu werden in der Wahrnehmung. Zu bemerken, dass wir so oft dasselbe denken, fühlen. Dass wir synchron sein können. Dass wir verbunden sind mit den Emotionen und Energien von allem, was uns umgibt – ja, der ganzen Welt. Dafür gibt es meditate with…
Danke für eure schönen Gedanken und das Teilen derselben, ich lese sie sehr gerne ;)
Habt einen schönen Tag! Und viel Spaß beim Lab heute Abend, vielleicht geht es ja um Gedankenlesen!
Euer Philip
PS: Fürs Marketing sicher ne super Idee es ab jetzt als Gedankenlesen Kurs anzubieten ich wette das wollen viele lernen! Also ab morgen Gedanken lesen!
PPS: Reminder heute Abend und alle Termine und Links auf einen Blick
Heute Abend, 19:00 – 20:30 Uhr, ist es so weit.
Sylvia Wetzel kommt zu uns. Wir starten mit einem Gespräch, dann leitet Sylvia eine Meditation an. Danach gibt es kurze Tuschelpaare — ihr nehmt euch zu zweit fünf Minuten, um euch über die Übung auszutauschen. Zum Schluss ist Raum für Fragen zur Übung, gerne auch per Chat.
Das Treffen wird aufgezeichnet und später als Podcast verfügbar sein.
Hier ist der Link — ihr könnt direkt draufklicken.
Die Labs organisiert Joseph im April regelmässig, er ist auch heute Abend dabei!
Rhythmus ab heute bis Ende April:
MO / DI / DO: 5:45–6:30 Uhr — angeleitete Meditation
MO / MI / FR: 7:15–8:00 Uhr — angeleitete Meditation
COMMUNITY CALLS: 20. April 20:00–21:30 Uhr (für Austausch in Triaden und Fragen zur Meditation — ist immer sehr schön)
PPPS: Wir finden es irgendwie super, meditate with… ohne feste Kosten zu betreiben. Klar entstehen welche, und klar ist das ziemlich viel Aufwand. Aber sich darauf verlassen zu dürfen, dass etwas zurückfließt, wo etwas fließen kann, und dass manche einfach teilnehmen dürfen, weil sie es gerade brauchen und von der Gruppe getragen werden, ist so schön. Hier könnt ihr einen Beitrag geben:
PPPPS: Es lohnt sich (immer) bis zum Ende zu lesen! Hier die aktuellen Live Aufnahmen von Heute!








Puh… 🌀da steckten wieder viele spannende Gedanken & goldene Nuggets 🐿️ drin, die ich übermorgen im Zug nochmals 🤓in Ruhe lesen möchte ☺️💚…. Und danke für den heutigen Hinweis der täglichen Routine, bin manchmal rausgefallen an den Tagen ohne Anleitung trotz Spotifyliste 🙏🏻 aber ganz ehrlich- ich spüre eure Präsenz mehr mit Anleitung. Aber ich übe ja noch, bin ja noch ein Frischling und hab Welpenschutz. Und… ich entscheide mich manchmal spontan für „Early Bird“ 🐦 um 5:45 Uhr oder „der frühe Vogel fängt den Wurm“ 🐛 um 7:15 Uhr
Ich versuche mich schon wirklich lange lange im “eine kontinuierliche Meditationspraxis entwickeln“. Fange motiviert und fröhlich an. Und dann kippt es. Wird unregelmäßig, unstet. Auch ich hopse Mittwochs und Freitags in die 7:15 Gruppe. Und an Stille Tagen hatte ich tatsächlich und ganz ehrlich ein großes Bedürfnis nach Ruhe….ich finde das ok. Philips Input heute Morgen war ein wichtiger reminder für mich. Dranbleiben. Bin so dankbar dafür. Ob ich in nächster Zeit wieder rausfalle weiß ich nicht.