Meditation als Weg nach Hause
Wohin führt uns die Praxis? & Recording-Release!
Wenn der Weg ein Ziel hätte, wäre es Zuhause. Oder? Bewusst oder unbewusst haben wir Vorstellungen von dem, was Meditation für uns ist und sein kann. Hier sammele ich ein paar Bilder des Weges, die ich hilfreich finde und ein Angebot im März, um die Auseinandersetzung damit zu vertiefen. Aber Organisatorisches zuerst:
Die meditate with… Recordings von Februar sind draußen.
Wir haben die besten Meditationen aus dem Februar nun für euch geschnitten und hochgeladen. Zu finden auf mediatewith.de in der Podcast-Sektion. Wir hoffen, damit einigen von euch in der Stillezeit ein bisschen neues Anleitungs-Futter zu geben. In den nächsten Tagen werden noch weitere Aufnahmen aus dem Februar dazukommen.
Ein Bild: Einander nach Hause begleiten
Wenn wir zusammen üben, halten wir uns gegenseitig die Stange, übernehmen dafür Verantwortung, einander eine Gemeinschaft zu sein. Das war eines der Themen aus dem letzten Community Call . „We’re all just walking each other home.“, wie Ram Dass 1971 so schön gesagt hat.
Der Satz ist für mich so berührend, weil er die geteilte existenzielle Dimension in unseren so persönlichen Wegen hervorhebt: Wir kommen auf die Welt, Tanzen unseren Tanz und sterben... Bestenfalls ist es ein schöner Tanz – und bestenfalls fühlen wir uns geliebt und lieben andere. So verstehe ich Zuhause: Herzensqualitäten, die uns wissen lassen, dass in der Tiefe alles okay ist. Wie mein Freund Lennart, auch Meditationslehrer, zu mir meinte: Dann kann’s Zuhause auch chaotisch sein — und das ist okay.
Der Weg dahin ist selten spektakulär. Die Entscheidung zu treffen, sich einfach hinzusetzen und seine innere Erfahrung zu erkunden, ist nichts, worüber man einen Blog starten würde (hihi) — aber es ist ein Weg, der Menschen seit tausenden von Jahren nach Hause führt. Atemzug für Atemzug.
Andere Bilder von Weg und Ziel
“Nach Hause” ist nur ein Bild von vielen, die wir uns vom Gehen und Ankommen machen können. Ein anderes klassisches Bild ist Transzendenz. Meditation als Weg aus dem Körper, aus dem Weltlichen hinaus, nach oben. Erwachen als Aufstieg. Als ich mit Meditation angefangen habe, war das mein Konzept und es hat lange Tradition und spirituelle Kraft. Es hat mich persönlich aber auch in eine subtile Ablehnung zu meinen Gefühlen und nahen Beziehungen geführt.
Ein anderer Klassiker ist Perfektion. Ein beliebtes modernes Bild. Meditation als Leistungssteigerung, kognitives Training, Fitnessstudio für den Geist. Auch das hat durchaus einen guten Platz und ich mag die Fitnessmetapher selbst gerne. Die Fitness, mit der eigenen Erfahrung zu sein. Zu wachsen in der Intensität der Erfahrung. Zugleich lädt es all die problematischen Muster von Vergleich, Druck, innerer Kritik ein, denen wir mit Meditation teils versuchen zu entkommen.
Was ist dein Bild?
Da schließt sich die Frage an, welches Bild du von deiner Praxis und dem Weg hast. Meine Auseinandersetzung damit hat mir geholfen, stabiler und flüssiger zugleich damit zu werden, wie ich auf meine Meditation schaue und was mir gut tut.
Einladung zum Erfoschen
Weil uns das Thema am Herzen liegt, machen Lennart und ich am jetzt am Dienstag, 17.03., 19:00 Uhr einen kostenlosen online Workshop dazu (und einen nicht-kostenlosen in Berlin, Prenzlberg am Sonntag, 12.04. 14:00 Uhr auf Englisch). Es geht um Meditationsprinzipien, -techniken und darum, wie wir alledem Bedeutung verleihen.
Hier geht’s zu den Eventseiten (auf Eventbrite):
Ansonsten sind wir weiter fleißig am brüten und freuen uns auf den nächsten Community Call mit euch am Freitag, 20.03. um 20:00 Uhr mit Luka und Coline.
Herzlich,
Joseph und das meditate with… Team mit Anjet, Luka, Coline, Philip.
PS: Hier ist ein Pool, in den ihr Münzen werfen könnt, um das Projekt zu unterstützen und weitere zu ermöglichen:


