Anjet leitete heute an und begann mit einer freien Bewegungsphase, in der alle dem eigenen Rhythmus folgen und Kiefer und Atem locker lassen konnten. Danach führte sie die Übung der fünf Schritte des Selbsthaltens ein, mit den Händen erst seitlich am Kopf, dann an Stirn und Schädelbasis, an Herz und oberem Bauch und schließlich am unteren Bauch, jeweils mit Aufmerksamkeit für den Raum zwischen den Händen. In der Meditation lud sie ein, dem Atemrhythmus zu lauschen, das Gewicht in den Boden sinken zu lassen und in den Raum und die Stille zwischen Einatmen und Ausatmen hineinzusinken. Später lenkte sie den Fokus auf die kleinen Lücken zwischen den Gedanken und auf den Raum, in dem Gedanken auftauchen, und ließ die Gruppe sich vorstellen, bei Sonnenaufgang auf 6000 Metern in kristallklarer Bergluft zu sitzen. Zum Abschluss fragte sie, was diese Räume und die Stille wahrnimmt, und lud ein, mit dem Ausatmen ins Herz zu sinken und eine Intention oder ein Gebet für sich oder andere zu formulieren.
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Schnitt und Nachbearbeitung von Johannes Kühn











